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Bedeutende Kulturdenkmäler in Zlín
Schloss Zlín - Stadtzentrum
Tel.: 577 004 611
Das Schloss steht anstelle einer mittelalterlichen Befestigung. Ursprünglich im Renaissancestil errichtet, wurde das Gebäude im 18. Jahrhundert barock umgebaut. Die letzten baulichen Veränderungen Anfang des 20. Jahrhunderts waren erheblich. Heute hat das Museum Südostmähren im Schloss seinen Sitz. Des Weiteren befinden sich hier ein Gedenksaal, der František Bartoš, einem aus Mladcová stammenden Heimatkundler, gewidmet ist, die ständige Ausstellung -Mit Hanzelka und Zikmund über fünf Kontinente- sowie die Ausstellung -Die Zlíner Filmstudios - von der Werbung zum Kinderfilm-. Außerdem veranstaltet das Museum zahlreiche wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen.
Rathaus
Die älteste Erwähnung über das Zlíner Rathaus stammt aus dem Jahr 1569. Es handelte sich um ein einstöckiges Gebäude an der Westseite des Marktplatzes, das 1586 bauliche Veränderungen im Renaissancestil erfuhr; in einem Flügel befand sich ein Gasthaus. Im Jahr 1920 wurde ein Wettbewerb zum Rathausneubau ausgeschrieben. Damals ging der Entwurf des aus Zlín stammenden Architekten František Gahura als Sieger hervor. Kurze Zeit später, am 27.8.1921, brannte das alte Renaissancerathaus ab. Ein Jahr später erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau, der 1923 nach Gahuras Entwürfen fertig gestellt wurde. Seine heutige Gestalt erhielt das Gebäude in den Jahren 1936-37. Damals erfolgte der Anbau auf der Straße Bartošova ul. Der Architekt Gahura ist ebenfalls Autor der Plastik -Der Schmied- an der Nordfassade. Gegenüber dem Rathaus befinden sich die Skulpturen der Heiligen Florian und Donat aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Marktplatz lädt ein kleiner Park mit einem Springbrunnen zum Verweilen ein.
Thomas-Bata-Villa
Die Errichtung begann im Jahr 1909, zwei Jahre später wurde sie vom Professor der Prager Akademie der bildenden Kunst Jan Kotěra, Architekt und Begründer der modernen tschechoslowakischen Architektur, vollendet. An der Gestaltung der Außenflächen wirkte der Prager Landschaftsarchitekt František Thomayer mit. In der Villa hat die Thomas-Bata-Stiftung ihren Sitz. Sie unterstützt öffentliche und gemeinnützige Projekte, die Ausbildung junger Menschen u. a. Besichtigungen sind nach Vereinbarung nur für Schulen und Gruppen möglich, da das Gebäude nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Stadttheater
Die professionelle Theaterbühne Zlín hat ihre Anfänge im Jahr 1946. Zunächst wurde in der Kleinen Szene auf der Straße Štefánikova ul. gespielt. Das Stadttheater, damals -Theater der Werktätigen- genannt, war das erste Gebäude seiner Art in der Tschechoslowakei der Nachkriegszeit. Es entstand nach Entwürfen der Architekten M. Řepa und F. Rozhon und wurde 1967 fertig gestellt. Der Saal fasst 800 Zuschauer. Das Stadttheater Zlín zählt heute zu den besten Regionalbühnen Tschechiens. Neben einem eigenen Repertoire gibt es zahlreiche Vorstellungen gastierender Bühnen, darunter auch Operntheater. Das Foyer wird von der Staatlichen Galerie Zlín genutzt. Anfang Mai findet in Zlín das traditionelle internationale Theaterfestival Setkání - Stretnutie (Begegnungen) statt. Mehrmals pro Jahr haben Schaulustige die Möglichkeit, an Tagen der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen des Theaters zu werfen.
Gebäude 21 - Der Zlíner Wolkenkratzer
Die sog. -Einundzwanzig- wurde 1938 nach Entwürfen des Architekten Vladimír Karfík errichtet. Es ist 77,5 m hoch und war vor dem Krieg das höchste Gebäude in der Tschechoslowakei. Ein echtes technisches Kleinod ist der Aufzug - das Büro des Firmenchefs, 6 x 6 m groß, klimatisiert und mit einer Waschgelegenheit ausgestattet. Selbst Rohrpost und Steckdosen im Fußboden fehlen nicht. Dieses Meisterwerk Karfíks ist heute nationales Kulturdenkmal der Bauhauszeit.
Waldfriedhof
Den neuen städtischen Friedhof ließ Thomas Bata Anfang der 1930er Jahre nach Entwürfen des Architekten F.L. Gahura anlegen. Der Waldfriedhof besitzt einen rechteckigen Grundriss und sollte als Zentralfriedhof für die Gemeinden Groß-Zlíns dienen. Überragt wird er von einem Steinkreuz mit Gahuras Plastik des Gekreuzigten Jesus im Schnittpunkt der Achsen. Die Fläche des Geländes beträgt etwa 21 ha.
Römisch-katholische Kirche St. Philipp und Jakob
Die Kirche stammt wahrscheinlich aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Sie gehört zu den schönsten Gebäuden der Stadt. Obwohl barock besitzt sie ein breiteres und höheres Hauptschiff; die Fenster wurden von den Zlíner Gemeindemitgliedern gestiftet. Im Geläut befinden sich Glocken aus Vítkovice, die Orgel stammt von den Gebrüdern Rieger aus Krnov. In den Jahren 1969-70 wurden die Innenräume der Kirche rekonstruiert.
Evangelische Kirche
Die Architektur der evangelischen Kirche ist schlicht und einfach gefasst. Über das Gebäude ragt ein schlanker Turm, der an zwei kantenförmige Bauten anschließt. Die Entwürfe stammen von Architekt Vladimír Karfík.
Sternwarte
Tel.: 777 977 720, www.zas.cz, e-Mail: zas@zas.cz
Die Sternwarte befindet sich auf dem Gelände des Zlíner Gymnasiums im Stadtteil Lesní čtvrť. Hier werden neben Himmelbeobachtungen auch Vorträge, Ausstellungen von Modellen u. ä. angeboten. Für Schulen und Gruppen finden nach Vereinbarung Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen statt.
Das Große Kino
Eines der markantesten Gebäude auf dem Platz der Arbeit (nám. Práce) ist das Große Kino, das im Jahr 1933 erbaut wurde. Ursprünglich war es als Provisorium geplant. Die Entwürfe stammen von der Bauabteilung der Bata-Werke. Die Autorenschaft wird zwar F.L. Gahura zugeschrieben, seine Mitarbeit konnte jedoch erst bei der Gestaltung des Theatersaals im Jahr 1939 nachgewiesen werden. Dass es sich um eine Zwischenlösung handelte, belegt nicht zuletzt die Tatsache, dass die Pläne für die Neugestaltung des Platzes der Arbeit in den Jahren 1935-36 vorsahen, das Kino zu demontieren und es in den Komplex eines sog. kulturell-gesellschaftlichen Zentrums zu integrieren. Nach seiner Errichtung war das Kino die erste Kultureinrichtung der Stadt, die für große Besucherströme geplant und für sage und schreibe 2.270 Personen ausgelegt war! Dies war sicherlich das größte Filmtheater in der Tschechoslowakei der Vorkriegszeit und vielleicht sogar in Mitteleuropa. Der schlichte Würfel wurde zu einem festen Bestandteil des Platzes und unterstreicht die Stellung des Gesellschaftshauses an der Südseite.
Burg Malenovice
Tel.: 577 103 379
Die Burg ist eines der bedeutendsten historischen Denkmäler in der Region. Sie liegt nur 6 km vom Stadtzentrum entfernt. Die Burg wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts vom mährischen Markgraf Jan Jindřich gegründet. In den folgenden Jahrhunderten wurden mehrere Umbauten vorgenommen, in deren Ergebnis aus der einstigen mittelalterlichen Burganlage im gotischen Stil ein schlossähnlicher Renaissancesitz entstand, der später noch barock verändert wurde. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war die Burg bewohnt und diente als Verwaltungszentrum.
Der Besitz fiel an verschiedene Adelsgeschlechter (z. B. Tetouren von Tetov, Lichtenstein-Kastelkorn, Salm-Neuburg), die letzten Besitzer in den Jahren 1804-1945 waren die Sternberger. Im Jahr 1953 wurde das damals neu gegründete Bezirksmuseum (heute Museum Südostmähren in Zlín) Eigentümer der Burg. Ein Teil der Anlage ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Zu besichtigen sind Räume, wie z. B. der sog. Gemalte Saal mit einem spätgotischen Gewölbe und erhaltenen Inschriften aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts, die Hauskapelle mit Malereien aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die Verwaltung des Malenovicer Großgrundbesitzes u. a. Den Besuchern offen steht auch der Turm. Während der Saison finden auf der Burg Konzerte, Theatervorstellungen sowie Auftritte von historischen Fechtgruppen statt.
- Aktualisierung: Pavla Julinová ..01.07.2010 11:01
- Verantwortliche Person/Abteilung: Pavla Julinová / Oddělení cestovního ruchu, vnitřních a vnějších vztahů
